Mexiko #3

Da gestern kurzerhand der Plan geändert wurde und wir zu den Pyramiden gefahren sind, stand dann heute eine kleine Sightseeingtour in Mexiko-City am Programm. Nach kurzer Absprache haben wir uns dann doch gegen eine Tour mit dem Hop-On Hop-Off Bus entschieden, da die Route viel zu ausführlich und lang ist und wir uns eigentlich nur das Museo de Antropologia e Historia und das Castillo de Chapultepec (Maximilians Schloss) anschauen wollten. Diese zwei Sehenswürdigkeiten liegen nahe beieinander und daher sind wir gleich direkt mit dem Auto hingefahren.

Unser Auto habe ich euch ja noch gar nicht gezeigt oder!? Es ist ein super großer weißer Van und meiner Meinung nach das passende Auto für unsere Mexikoreise.

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Mir hat das Museum de Antorpologia e Historia wirklich sehr sehr gut gefallen. Besonders hat mich die Geschichte der Maya und die Geschichte Mexikos interessiert. Ich habe zum Beispiel erfahren, dass das Gebiet Mexiko-Citys früher ein flacher See war. Als der Wasserspiegel sank, gründeten die Azteken auf einer hervorgetretenen Insel eine Stadt.

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Nach unserem Besuch im Museum haben wir uns auf dem Weg zum Castillo de Chapultepec gemacht. Als wir gerade an dem Park vor dem Museum vorbeikamen, sind wir zufällig genau rechtzeitig zu einer Vorstellung von Los Voladores de Papantla gekommen. Es gibt fünf Teilnehmer die auf einen sehr hohen Pfosten klettern. Vier von ihnen befestigen ein Seil um ihren Bauch und der fünfte klettert in die Mitte und balanciert auf der obersten Spitze. Nach ein paar Minuten lassen sich die vier „Fliegenden“ zurückfallen und gleiten im Kreis hinunter. Das war wirklich sehr schön zu beobachten.

Nach dieser kleinen netten Vorstellung ging es für uns weiter Richtung Schloss. Der Weg führte uns durch einen netten Park, vorbei an vielen kleinen Süßigkeitenständen, zum Schloss, das auf einem Hügel gelegen ist. Oben beim Schloss angekommen hatten wir eine atemberaubende Sicht auf die Stadt. Der Ausblick war auch ein bisschen komisch, denn von diesem prächtigen Schloss umgeben fühlten sich die vielen Wolkenkratzer doch irgendwie fehl am Platz.

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Nach unserer kleinen Sightseeingtour haben wir uns auf den Weg zu Carlos nach Santiago de Querétaro gemacht. Carlos lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern in einem sehr schönen Haus. Doch die Anlage in der sie wohnen ist ummauert und bewacht. So etwas kennt man in Österreich einfach gar nicht und einem wird wieder bewusst, wie viel Freiheit wir in Österreich genießen.
Carlos und seine Familie war wirklich überdurchschnittlich gastfreundlich zu uns. Sie haben uns nicht nur alle zu ihnen zum Abendessen (es gab leckere Enchiladas), sondern auch zum Übernachten eingeladen. Insgesamt neun „fremde“ Personen in ihrem Einfamilienhaus unterzubringen, das übertrifft bis jetzt jede Art von Gastfreundschaft, die ich erlebt habe.
Über das Haustier von ihnen muss ich euch auch noch unbedingt erzählen. Einen Hund, eine Katze oder eine Maus hat doch jeder, aber wer kann von sich schon behaupten, dass er einen zahmen Hahn in seinem Haus herumstolzieren hat?! Er heißt übrigens Nicolas und ist der Liebling der Familie. Beim Abendessen hat er sogar von seinem Herrchen ein wenig Salat vom Tisch bekommen. So ein Haustier sieht man wirklich nicht täglich!

Am nächsten Tag sind wir dann zuerst Frühstücken in die Altstadt von Querétaro gefahren. Carlos hat uns ein echt tolles Lokal empfohlen. Es war nicht nur sehr geschmackvoll eingerichtet, sondern auch das Essen war wirklich ausgesprochen lecker. Ich habe mir einen frisch gepressten Orangensaft und ein mexikanisches Omelette bestellt.

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Danach haben wir eine kleine Sightseeingtour durch Santiago de Querétaro gemacht. Die wohl beeindruckendste Sehenswürdigkeit war das 1,4 km lange Aquädukt der Stadt.

Nach der Sightseeingtour hieß es dann für uns auf Richtung Xilitla. Übernachtet haben wir aber in Pinal de Amoles, einer sehr ursprünglichen Stadt in den Bergen. Am Morgen hat man sofort bemerkt, dass man in den Bergen ist, denn es war ziemlich Frisch. Da unser Hotel ohne Frühstück war, haben wir uns auf die Suche nach einer Frühstücksmöglichkeit gemacht und gleich 100 Meter neben dem Hotel einen kleinen rustikalen Stand gefunden. Ich liebe es total, einheimisches Essen zu probieren. In dem großen Topf, den ihr auf dem Bild unten sehen könnt, hat die Verkäuferin zum Beispiel für Mexiko typische „Tamales de Maiz“ verkauft. Insgesamt haben wir dann für acht Kaffee, drei Tamales de Maiz und fünf Hafermilchgetränke umgerechnet vier Euro bezahlt. Ich bin dann noch kurz in den Laden nebenan und habe sechs Bananen gekauft und 27 Cent bezahlt. Wahnsinn oder!?

Anschließend haben wir noch eine kleine Tour durch Pinal de Amoles gemacht und sind zufällig an einer Tortillería vorbeigekommen. In Mexiko gehören ja die Maistortillas zu fast jeder Mahlzeit und deshalb habe ich es wirklich sehr spannend gefunden, zu sehen, wie sie gemacht werden. Diese Tortillería hat eine Maschine, die alle Arbeitsschritte, also vom Maisteig bis zur fertigen Tortilla, übernimmt. Die Verkäuferin muss nur mehr die fertigen Tortillas wägen und in Papier verpacken.

Im Anschluss an unsere kleine Tour durch Pinal de Amoles haben wir uns dann auf den Weg nach Xilitla gemacht. In Xilitla befindet sich nämlich ein außergewöhnlicher botanischer Park, den ein Engländer namens Edward James erbaut hat. Edward war ein britischer Multimillionär, Kunstsammler, Poet und Landschaftskünstler. In diesem Park gibt es lauter kuriose Bauten und eine besonders beeindruckende Pflanzenvielfalt aus aller Welt. Besonders schön ist der Park im Juni, Juli und August, denn da ist dieser Park übersät von Blumen.
Aber auch jetzt habe ich diesen Park sehr sehr faszinierend gefunden. All diese lustigen Bauten und Wege inmitten von diesem Dschungel, einfach nur schön!

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