Mexiko #2

Bevor es nach Mexiko-City ging, haben wir noch einen kleinen Zwischenstopp in Cuernavaca eingelegt. Dort haben für Mexiko typische Charreadas stattgefunden. Charreadas sind Wettkämpfe, bei denen sich Gruppen bzw. Vereine untereinander in verschiedenen Disziplinen messen. Solche Disziplinen sind zum Beispiel „Piales“. Bei dieser Disziplin geht es darum, dass der Charro die Hinterbeine eines Wildpferdes mit dem Lasso fängt und dann das Pferd zu Boden bringt. Je früher er das schafft, desto mehr Punkte bekommt er dafür. Eine andere Disziplin heißt „Der Sprung des Todes“. Da muss ein Charro versuchen im vollen Galopp von seinem auf das Wildpferd zu springen. Diese Disziplin war wirklich sehr eindrucksvoll und von vier Gruppen schaffte es nur eine. Bullenreiten gehörte auch zu den Disziplinen. Das war ein bisschen lustig, weil ein Bulle in der Startbox lag und eigentlich gar nicht aufstehen wollte, als das Tor aufging. So mussten die Charros mit Händen und Füßen nachhelfen, um den Bullen zum Aufstehen zu bewegen. Für uns „Nichtmexikaner“ mag das ganze brutal erscheinen, doch für die Mexikaner ist dieser Umgang mit Tieren alltäglich und diese Wettkämpfe sind einfach Teil ihrer Kultur.

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Francisco hat auch dort wieder Bekannte von ihm getroffen, die an dieser Charrera teilgenommen haben. Und diese haben uns auch gleich mit ihren Pferden reiten lassen. Für mich war das unglaublich, da ich das nicht erwartet hätte, dass sie „Fremde“ mit ihren Wettkampfpferden reiten lassen. Ich habe mich total geehrt gefühlt, die Möglichkeit zu haben, auf diesen Pferden eine kleine Runde zu drehen.

Anschließend haben wir uns auf den Weg nach Mexiko-City gemacht. Dort angekommen haben wir in unser Hotel eingecheckt. Dieses liegt übrigens mitten in der Stadt gleich am Plaza de la Constitución und der berühmten Kathedrale „Catedral Metropolitana de la Asunción de Mario de la Ciudad de México“. Sie ist die älteste und größte Kathedrale des amerikanischen Kontinents und auch Sitz des Erzbischofs von Mexiko.

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Nachdem wir dann unsere Zimmer bezogen haben, hat uns schon ein Bekannter von Francisco empfangen, bereit uns Mexiko-City bei Nacht zu zeigen. Unser erster Anlaufpunkt hieß „Torre Latinoamericana“. Ein riesiger Wolkenkratzer mit einer Höhe von 182 Meter und fast 50 Stockwerken.

Oben angekommen hatten wir einen atemberaubenden Blick auf Mexiko-City. Die Sicht war wirklich unglaublich und man hatte das Gefühl, dass die Stadt, egal wo man hinschaute, nie enden würde, so groß erschien sie uns.

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Für den nächsten Tag vereinbarten wir 11:00 als spätesten Treffpunkt in der Hotelhalle. Da könnte ich mal ein bisschen länger schlafen – dachte ich zumindest. Aber die nette Reinigungskraft klopfte um 08:00 so lange an die Tür, bis ich sie geöffnet habe. Dann fragte sie, ob irgendetwas fehlen würde und nach meiner Verneinung verschwand sie auch gleich wieder. Also wurde doch nichts aus länger schlafen. Doch das machte nichts, denn als ich zum Frühstücken auf die Dachterrasse mit diesem einzigartigen Ausblick kam und mir die Sonne ins Gesicht schien, hatte ich das andere schon wieder vergessen.

Nach dem Frühstück machten wir uns auf, um uns ein paar Sehenswürdigkeiten anzusehen. Wir sind zu einem Hop-On Hop-Off Bus, doch als uns dieser erklärte, dass montags viele Sehenswürdigkeiten geschlossen haben, wussten wir kurz nicht, was wir machen sollten. Nach kurzer Absprache haben wir kurzerhand unsere Pläne geändert uns sind zu der Sonnen- und der Mondpyramide nach Teotihuacán gefahren.

Zuerst sind wir auf die Sonnenpyramide. Der Aufstieg war gar nicht so leicht, da einerseits die Stufen sehr schmal und hoch und andererseits auch schon sehr abgetreten sind. Aber der Aufstieg hat sich mehr als bezahlt gemacht, denn von oben hatte man einen herrlichen Blick auf das umliegende Land. Ich habe die Pyramiden so beeindruckend gefunden, dass ich noch viel länger dort hätte bleiben wollen.

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